Die Kunst des Glasblasens!

Die bunte Vielfalt von Inge Glas

Der klassische Weihnachtsbaumschmuck aus bunten Glaskugeln ist für uns mittlerweile so selbstverständlich geworden, dass man einfach vergisst was für eine Kunstfertigkeit und was für ein Geschick nötig ist, um diesen wunderbaren weihnachtlichen Schmuck herzustellen. Aber gerade weil es so selbstverständlich ist, sollte man sich vielleicht etwas Zeit nehmen, um sich noch mal ganz genau vor Augen zu führen was für kostbare Kleinode man am eigenen Weihnachtsbaum zu hängen hat.
Für eine einzelne mundgeblasene und handbemalte Christbaumkugel sind oftmals bis zu 30 verschiedene Arbeitsschritte nötig, meistens noch mehr. Und egal wie viel uns mittlerweile unsere Technik abnimmt: Bis heute werden die meisten Kugeln und Ornamente nach wie vor in einzigartiger Handarbeit hergestellt und das hat seine Gründe. Zum Beispiel weil uns die Handarbeit ermöglicht, eine beeindruckende Vielfalt an Farben und Formen anzubieten, die Palette ist wirklich gewaltig!

Ein schönes Beispiel dafür sind die handgearbeiteten Schmuckstücke von Inge Glas. Hinter diesem bürgerlichen Namen steckt eine Manufaktur mit jahrhundertelanger Tradition.
Inge Glas hat das ganze Repertoire drauf! Ob traditionell, ob modern, ob verrückt oder ganz bodenständig – es ist wirklich für jeden ist etwas dabei!

Kürzlich kam z.B. die neue Serie mit dem klangvollen Namen Delicious auf den Markt.

mmmhhh sieht das lecker aus!

Könnte man dahinter etwas Leckeres vermuten? Aber unbedingt! Die Anhänger-Serie besteht nur aus erlesenen Speisen und Getränken. Ganz unweihnachtlich kommen sie daher, aber das ist auch so gewollt, denn es hat schließlich niemand behauptet, dass mundgeblasener Glasschmuck nur zur Weihnachtszeit dekoriert werden darf!

Wussten Sie, dass die Glasbläser ihren Namen einer Öllampe mit Blasebalg verdanken? Damals gab es natürlich noch keine Gasbrenner wie heute. Allerdings braucht es eine heiße Flamme, um Glas zum Schmelzen zu bringen – schließlich reden wir hier von Temperaturen um 1200 Grad – damit man mit dem Glas arbeiten und es verformen kann. Deswegen nutzten die ersten Glasbläser Öllampen, die mit Hilfe eines Blasebalgs der Flamme Sauerstoff zuführten und dadurch die Flamme wesentlich heißer brennen ließen. Mit anderen Worten: Das Wort Glasbläser wird von dem Blasebalg hergeleitet und nicht davon, dass der Glasbläser manchmal auch in das heiße Glas „bläst“ um es z.B. zu einer Kugel zu formen.
Kaum vorstellbar, aber bereits im 17. Jahrhundert waren die Italiener echte Meister im Umgang mit Öllampe und Blasebalg.

Interessant ist auch, dass es es eine unglaubliche Fülle von verschiedenen Glasbläser Ausbildungen gibt! Glasbläser ist mitnichten gleich Glasbläser! Es gibt die Apparate-Glasbläser, die Ocularisten, die aus Glas Augenprothetik fertigen, die Baumschmuckbläser, die Baumschmuckveredler, die Neonglasbläser oder auch die Thermometerbläser, um nur ein paar zu nennen. Um es zum Gesellen zu schaffen, ist eine 3-jährige Ausbildung nötig.

Glasschmuck kann auch anders als nur brav. Inge Glas zeigt allen wie es geht.

Aber schauen wir uns doch mal genauer an, wie ein Glasanhänger in der großartigen Manufaktur von Inge Glas gefertigt wird.

Zunächst beginnt alles mit einem Glasrohr. Der Glasbläser arbeitet direkt vor einem Tischbrenner mit dessen Hilfe er das Glas erhitzt. Da Glas immer gezogen werden muss, erhitzt er das Glasrohr an einer bestimmten Stelle, bis es schmilzt. Das anfangs durchsichtige harte und spröde Material fängt zunehmend an, in gelb-orangenen Tönen zu leuchten und verändert seine Konsistenz, es wird weich und dickflüssig wie Sirup. Nun kann der Glasbläser das so entstandene Stück von dem Glasrohr abziehen. Aus dem so entstandenen Glasrohr-Abschnitt wird später aus dem dickeren Mittelteil die Glaskugel bzw. die Glasform entstehen. Dieser dickere Teil wird mit Hilfe des Tischbrenners gleichmäßig erhitz.

Jetzt kommt der wohl heikelste Teil der Herstellung. Ist das Glas heiß genug – den genauen Zeitpunkt muss man sich über jahrelanges Trainieren erarbeiten – wird das Glas durch das dünne Glasrohr aufgeblasen. Ohne Form wird das ganze normalerweise rund, oval oder ganz anders – je nach Können des Glasbläsers und der Hilfsmittel die er benutzt. Benutzt man eine Metallform in die man das Stück zum richtigen Zeitpunkt legt, bläst man es quasi in Form. Das weiche, heiße Glas schmiegt sich geschmeidig an die vorgegebene Metallform. Für diesen Vorgang braucht es sehr viel Fingerspitzengefühl, bzw. eher viel „Lungengefühl“ und ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt. Außerdem muss das Glas gleichmäßig erhitzt sein, damit es funktioniert. Spätestens hier wird klar, warum Physik, Chemie und Mathematik zu den wichtigsten Fächern bei der Ausbildung gehören. Auch hat nicht jedes Glas den gleichen Schmelzpunkt oder den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizient. Dieser variiert je nach Zusammensetzung des Materials. Ein wirklich spannender Beruf.

Ist die Form endlich fertig, geht es weiter zum Farbkleid des späteren Anhängers.
Wussten Sie, dass die Formen, Kugeln und Ornamente von Inge Glas mit echtem Sterlingsilber von innen veredelt werden? Eine kleine, flüssige Portion Sterling-Silber und ein Heißwasserbad genügt, um die Glasformen von Innen zu verspiegeln. Daher also kommt das unglaubliche Funkeln der gläsernen Kleinode.

Der vorletzte Schritt ist das Bemalen der tollen Schätze. Alle Formen werden selbstverständlich von Hand bemalt. Damit jedes Stück seinen ganz eigenen Charakter erhält, bleibt das Schmuckstück vom ersten bis zum letzten Pinselstrich bei der gleichen Malerin. So entstehen die unvergleichbaren Unikate mit ihrem ganz eigenen Charakter von Inge Glas.

Ein letzter Schritt fehlt noch. Kein Anhänger ist fertig oder darf das Haus verlassen, bevor er nicht das weltweit geschützte Inge Glas Sternenkrönchen erhält. Aber dieses kann er nur bekommen, wenn er die letzte gründliche Qualitätsprüfung von Inge Glas übersteht. Nur wenn er ohne Makel ist, wird er mit dem kleinen Krönchen gekrönt.

Engel oder Maus, egal hier sehen schon alle mächtig nach Weihnachten aus!

Seien Sie mal ehrlich, hätten Sie das gewusst? Das so viel Liebe und Zeit in Ihren tollen Weihnachtsbaumschmuck geflossen ist? So sieht man doch den eigenen Weihnachtsbaum gleich mit ganz anderen Augen!

Also nehmen Sie sich ruhig mal die Zeit und betrachten Sie Ihre kleinen kostbaren Schätze die Sie als Schmuck für Ihren Weihnachtsbaum benutzen. Sie können relativ sicher sein, dass sowohl das Weihnachtsornament von vor 30 Jahren oder das von heute auf ziemlich genau die gleiche Art und Weise hergestellt wurde. Wirklich faszinierend und toll!

Sollten Sie noch gar keinen Christbaumschmuck aus Glas besitzen oder haben Sie eventuell jetzt das Gefühl, dass Sie zu wenig haben sollten, dann schauen Sie doch bei uns rein! Selbstverständlich haben wir eine riesengroße Auswahl der tollen Anhänger von Inge Glas für Sie auf Lager, aber auch anderen Weihnachtsbaumschmuck, wenn ein gläserner Mops doch nicht das Richtige für Sie ist.

So oder so freuen wir uns auf Ihren Besuch und wünschen eine tolle, vorweihnachtliche Zeit!

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